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Der Mann ist nah dran Peter Hieronimus führt die SPD-Fraktion, steht für Konstanz und neue Impulse
Bad Sooden-Allendorf. Es soll ein Aufbruch zu neuen (alten) Ufern sein: Die SPD-Fraktion hat vor einigen Wochen einen neuen Chef gewählt: Peter Hieronimus löst Thomas Giese ab und will vor allem etwas erreichen, was eigentlich traditionelles Gut der Sozialdemokraten ist: Volksnähe.
Beruflich bringt Hieronimus einiges mit: Er ist im Dienste des Bürgers und des Staates unterwegs, immer nah dran an den Menschen. Er ist Polizeibeamter, und das leidenschaftlich gerne. "Noch immer", sagt er, wissend, dass die Arbeit nicht leichter, dafür umfangreicher und nicht immer einfacher geworden ist.
Peter Hieronimus sieht die Vorteile: "Man kennt mich." Er nehme die Rolle des einstigen Schutzmannes vor Ort ein. "Ich bekomme so einiges mit und ich bin ansprechbar", sagt der mit wachen Augen ausgestattete 58-Jährige.
Hieronimus verkörpert also diese Volksnähe, die er für seine Partei gerne verstärken möchte. Eine Zielvorgabe die beinhaltet, dass es damit in den vergangenen Jahren nicht so bestellt war, wie es hätte sein können.
Messbar war das an den Wahlergebnissen: Es ging in den vergangenen Jahren bergab, Tiefpunkte waren das Resultat bei der Bürgermeisterwahl im November und der Europawahl im Juni. Da hagelte es für die Badestädter SPD - auch wenn das Ergebnis nur bedingt Rückschlüsse auf die lokale Politik zulässt - das schlechteste Resultat aller Altkreisgemeinden.
Die Arbeit der Fraktion im Stadtparlament stützt der neue Mannschaftsführer Hieronimus: Man habe stets konstruktiv gearbeitet und viel gemeinsam auf den Weg gebracht, den Ronald Gundlach als Bürgermeister eingeschlagen hat. Dazu zählt Hieronimus den heutigen, guten Zustand der Kanalisation.
Auch das geltende und von Vorgänger Thomas Giese geprägte Wahlprogramm sei innovativ und beinhalte viele wichtige Zukunftsthemen, wie die Energiefrage, auch für die Werratal-Therme. "Hier muss etwas geschehen", sagt Hieronimus. "Es hat schon viel zu lange gedauert, bis die Abdeckung für das Außenbecken installiert wurde." So seien in der Therme-Planung, an denen maßgeblich ein CDU-Stadtrat beteiligt gewesen sei, Fehler gemacht worden. "Das hätte nicht sein müssen."
Nicht zur Debatte steht für Hieronimus die Frage, ob ein Wellenbad heute noch zeitgemäß ist: "Natürlich", sagt er im Brustton der Überzeugung. Vielerorts seien die Bäder Publikumsmagneten. Gleichwohl müsse man wissen, was der Gast wünscht. Für Peter Hieronimus ist aber klar, dass die Badestadt Einrichtungen wie die Therme vorhalten muss.
Mit dieser Meinung unterscheidet er sich nicht von der des Bürgermeisters aus dem anderen politischen Lager. Dass er Frank Hix aber ab und zu kräftig pieksen will, wird spätestens klar, wenn Hieronimus bissig fragt: "Bürgermeister Hix will doch sparen, warum wird dann kurz nach Amtsantritt das Arbeitszimmer groß renoviert?"
Quelle: www.hna.de
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